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Was
ist ein Mountain & Moorland Pony?
Die heimischen Ponyrassen der britischen Inseln
(Shetland-Inseln, Hebriden, das schottische Festland,
England und Wales, sowie Irland und alle
vorgelagerten Inseln, z. B. Lundy) werden im
Englischen als Mountain & Moorland Ponies bezeichnet,
was frei übersetzt „Berg- und Heideponys“ heißt.
Geprägt wurde diese zutreffende Bezeichnung um 1912
und bezieht sich auf die Verbreitungsgebiete der
ehemals wilden oder halbwilden Ponys, z.B. Dartmoor,
Exmoor und New Forest. Obwohl es heute dort keine
völlig wild lebenden Herden mehr gibt, werden in
manchen Gebieten halbwilde Bestände gehalten. Meist
hat sich die Zucht aber auf Gestüte verlagert und
ist somit weitgehend unabhängig von der Lage und den
Umweltbedingungen geworden. Häufig werden die in
Großbritannien heimischen Ponyrassen auch native
breeds genannt, also die nativen oder einheimischen
Rassen; diese Bezeichnung ist jedoch deshalb etwas
ungenau, weil auch andere Rassen, wie Clydesdale,
Shire oder Cleveland Bay, ebenfalls zu den natives
gezählt werden müßten, obwohl sie keine Ponys sind.
In Großbritannien und Irland gilt jedes Pferd unter
14 hands 2 inches (one hand = eine Faust = 10,16 cm;
one inch = ein Zoll = 2,54 cm) als Pony. Daraus
ergibt sich auch das international festgesetzte
Ponyendmaß von 148 cm. Noch vor einigen Jahrzehnten
war die Mehrzahl der britischen Ponys etwas kleiner
war als heute, denn damals war die sportliche
Nutzung weniger wichtig als die billige Haltung
unter naturnahen Bedingungen. Inzwischen hat sich
die Zucht von der extensiven Vermehrung auf kargen
Weideflächen auf die intensivere Gestütszucht
verlegt. Es werden Tiere bevorzugt, die am oberen
Größenlimit ihres Rassenstandards liegen, da auch
die Menschen in den letzten Jahrzehnten einen
deutlichen Größenzuwachs zu verzeichnen haben. Den
Rassetyp und die Robustheit dabei nicht zu verlieren
und dennoch ein marktgängiges Produkt zu schaffen,
ist die Herausforderung an den Züchter der Gegenwart.
Gerade dieser Gegensatz zwischen „altem Typ“ und „modernem
Sportpony“ gibt seit einigen Jahren immer wieder
Anlass zu Diskussionen zwischen Züchtern,
Zuchtverbänden und Richtern. Das Bestreben, den
vermeintlich ursprünglichen Rassetyp zu erhalten,
steht den Marktanforderungen, die ein sportlich
verwendbares Tier verlangen, scheinbar entgegen.
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