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Wichtige Organisationen:
Die National Pony
Society
Der Vorläufer dieser
wohl wichtigsten britischen Zuchtorganisation war
die Polo Pony Society, die 1893 gegründet wurde und
die Förderung der Zucht von Sportponys, allerdings
auf der Basis der heimischen Rassen, zum Ziel hatte.
Man wollte durch intensive Veredelung mit edlen
englischen und orientalischen Pferden aus den
größeren Landrassen geeignete Poloponys schaffen
Schon bald rief dieses Vorhaben die Kritik jener
Züchter hervor, die von den Qualitäten ihrer Rassen
überzeugt waren und deren Reinheit bewahren wollten.
So kam es ab 1899 zur Schaffung von lokalen
Züchtervereinigungen, zur Erstellung von
Rassenstandards und zur Eröffnung von eigenen
Rassensektionen innerhalb des Zuchtbuches. In diesen
fanden nun jene Tiere Aufnahme, die als rassetypisch
empfunden wurden und zur Erhaltung der alten
Lokalrassen dienen sollten. Man bezeichnete sie, wie
auch heute noch, als native ponies – was soviel wie
einheimische Ponys bedeutet und mit der offiziellen
Bezeichnung Mountain and Moorland Ponies gleich
gesetzt wird. Im Jahre 1915 wurde der Name von Polo
Pony Society in National Pony Society (kurz: NPS)
abgeändert. Die Praxis der Eintragung der Native
Ponies in das Zuchtbuch der NPS wurde erst mit der
Übernahme der Zuchtgeschäfte durch die jeweiligen
Spezialzuchtverbände beendet, was zum Teil recht
spät im 20. Jh. erfolgte.
1890 Gründung der Shetland Pony Stud Book Society
1893 Gründung der Polo Pony Society
1898 Gründung von Rassenkomitees für Native Ponies
1899 Öffnung von eigenen Rassen-Registern für Native
Ponies im Zuchtbuch
1901 Gründung der Welsh Pony and Cob Society
1913 Namensänderung von Polo Pony Society in
National Pony Society
1916 Gründung der Dales Improvement Society (vom
Fell Pony getrennt)
1920 Gründung der Fell Pony Society
1921 Gründung der Exmoor Pony Society
1923 Gründung der Highland Pony Society
1923 Gründung der Connemara Pony Breeders Society (Irland)
1925 Gründung der Dartmoor Pony Society
1938 Gründung der New Forest Pony Breeding and
Cattle Society
1947 Gründung der English Connemara Pony Society
1962 Gründung der Dales Pony Society
Einige Zuchtverbände blieben der NPS angeschlossen
und ließen noch längere Zeit die Tiere ihrer Rasse
in deren Zuchtbuch eintragen. Heute sind die
Zuchtbücher im Allgemeinen geschlossen, die Rassen
sind genau definiert und die Zucht wird seit langem
strengstens kontrolliert. Die einzelnen
Zuchtverbände betreuen ihre Rassen und Züchter
innerhalb der Regeln der EU selbst und bearbeiten
den heimischen Markt ebenso wie den z. T.
beachtlichen Export.
Ponies (UK) Association
(vormals: Ponies of Britain Society - PoB)
Die Ponies of Britain Society (kurz: PoB) wurde 1953
nach einer erfolgreichen Ponyschau auf der Rennbahn
von Ascot gegründet. Diese Schau, organisiert von
Mrs. Glenda Spooner, einer Doyenne der Ponyzucht und
des Reitsports in England, trug den zugkräftigen
Titel „Ponies of Britain“ und blieb als Name für die
neue Organisation bestehen. 1955 kam es zur ersten
Abhaltung einer Frühjahrs-Hengstparade, 1956 zur
Einführung einer großen, zweitägigen Sommer-Schau
und einer Scottish Ponies of Britain Show in Kelso,
Schottland. Die Organisation veranstaltete
zahlreiche, über das ganze Land verteilte
Aktivitäten, die sowohl Reit- wie auch Zuchtklassen
umfassten. PoB wurde eine wichtige Institution, die
neben und ergänzend zur NPS wirkte und neben dem
sportlichen und züchterischen auch für den sozialen
und erzieherischen Aspekt sorgte.
1988 entschlossen sich die damaligen Direktoren von
PoB, die Gesellschaft in eine andere Form zu
überführen. Man teilte die Agenden auf, wobei der
Glenda Spooner Trust die tierschützerischen und die
Ponies (UK) Association unter der Leitung von Joan
Lee-Smith die sportlichen und züchterischen Belange
übernahmen. Somit ist heute Ponies (UK) der
eigentliche Nachfolger von PoB und hat dessen
Zielsetzungen übernommen.
Damals wie heute war und ist das Ziel der
vielfältigen Aktivitäten von Ponies (UK) die
Förderung der Zucht, sowie der korrekten
Herausbringung und Verwendung aller britischen
Ponyrassen und -typen.
Der Pony Club
Dies ist eine Jugendorganisation, welche seit 1929
in Großbritannien existiert und sich seither der
Ausbildung von jugendlichen Reitern und Ponys
widmet. Gründungsmitglieder waren Major Harry
Faudel-Phillips und General Tom Marchant, beide
bekannte und erfahrene Pferdefachleute. Schon nach
wenigen Jahren zielstrebiger Arbeit, an der sich
zahlreiche Prominente und Experten beteiligten,
hatte der Pony Club rund 100 Zweigvereine und rund
10 000 Mitglieder. Heute besitzt er rund 110 000
Mitglieder, somit ist er der größte Reitsportverein
der Welt. Der englischen Dachorganisation sind 18
weitere Länder angeschlossen, die zusammen den Euro
Pony Club bilden, der seit 1990 existiert und
internationale Besuche, Austauschprogramme und
Sprachkurse für junge Reiter organisiert. Die
Aktivitäten des Pony Clubs in England umfassen
Ferienlager für Kinder (mit eigenen oder geborgten
Ponys), Kurse in horsemanship, Lehrgänge für Reiter,
Trainer und Eltern, Wettbewerbe und vieles ähnliches
mehr. Regelmäßig werden sportliche Bewerbe
abgehalten, welche die Disziplinen Vielseitigkeit,
Mounted Games (Ponyspiele), Polocrosse, Springen,
Dressur, Tetrathlon (Fünfkampf) und Polo umfassen.
Die jugendlichen Mitglieder können Prüfungen ablegen
und Zertifikate erlangen, weiters gibt es
Leistungsabzeichen auf diversen Sachgebieten. Alles
dient der Förderung des freundschaftlichen
Wettkampfes und damit der Heranbildung des
reiterlichen Nachwuchses. Neben den rein sportlichen
Zielen stehen auch Charakterbildung, Teamgeist,
richtige Pferdehaltung und -pflege und ähnliche
Aspekte auf der Agenda des Pony Clubs. Die
Mitgliedschaft im Pony Club ist für die
ponybegeisterte englische Landbevölkerung eine
Selbstverständlichkeit und gewissermaßen auch ein
Statussymbol.
Der Rare Breeds Survival Trust
In Großbritannien wurde bereits im Jahr 1973 unter
diesem Namen eine Organisation zur Erhaltung und
Förderung seltener und schützenswerter
Nutztierrassen gegründet. Der Trust bemüht sich sehr
aktiv um die Bewahrung der Biodiversität und nimmt
sich neben zahlreiche anderen Gattungen auch der
Pferde an. Der Trust akzeptiert als Teil seiner
Geschäftspolitik die Notwendigkeit einer gewissen
Modifizierung der alten Rassen, um den heutigen
Anforderungen zu genügen; allerdings werden auch die
Gefahren des Genverlustes und der Kreuzungszucht
erkannt und sehr direkt angesprochen. Obwohl der
Sport auch in Zukunft eine wesentliche Rolle in der
Erhaltung spielen wird, bemüht sich der Trust, die
positiven Eigenschaften der alten Rassen heraus zu
stellen und ihnen damit eine weitere
„Daseinsberechtigung“ – auch außerhalb der
Sportarenen – zu geben. Hier werden vor allem
Tourismus, Forstwirtschaft und alternative
Kleinlandwirtschaft angesprochen.
Bei der Aufnahme einer Rasse in die Liste der
gefährdeten Populationen wird zuerst die
Aufnahmewürdigkeit anhand der genetischen Grundlagen
festgestellt, sodann eine Erhebung der
Bestandszahlen durchgeführt, weiterhin die
Einreihung in die entsprechende Kategorie der Liste
vorgenommen und ein Erhaltungsprogramm
ausgearbeitet. Der Trust betreut eine große Anzahl
von hervorragend geführten und interessanten
Schaubetrieben, die sich als „Züchter mit
Öffentlichkeitsauftrag“ verstehen und ihre Tiere
einem breiten Publikum näher bringen; weiterhin wird
eine Fülle von Informationsmaterial hergestellt,
darunter Rassenkataloge, Sachbücher und
Züchterlisten etc. Durch die ausgezeichnete
Öffentlichkeitsarbeit des RBST ist es gelungen, in
großen Teilen der Bevölkerung, vor allem der
ländlichen, das Bewusstsein für die Wertigkeit der
alten, bedrohten Nutztierrassen wesentlich zu
erhöhen.
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British Miniature Horse, British Riding Pony, British Spotted Pony,
Connemara Pony |
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Dales &
Fell Ponies,
Dartmoor Pony,
Eriskay Pony,
Exmoor Pony |
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Hackney Pony, Highland Pony, Kerry Bog Pony, Lundy Pony |
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New Forest Pony, Shetland Pony,
Tinker,
Welsh A – D |
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